Beben

Alles, was ich höre ist laut. Echos und Schall verfremden. Verstärken, was leise sein sollte. Lassen schöne Klänge zu schnell verstummen.

Alles, was ich berühre ist tot. Die Wände, die Stifte und Tasten. Das Papier, das Geld und die Plastikkarten waren nie da und werden immer sein.

Alles was ich sehe ist bunt in der Sonne, grau in der Dämmerung und schwarz in der Nacht. Keine Strahlen ohne Licht, kein Licht in meinen Augen.

Alles, was ich schmecke ist faul. Und reizt meine Nerven und trickst mich aus, nimmt mich als Geisel und erpresst Zufriedenheit.

Alles, was ich rieche will mich nicht sehen, will mich nicht hören und nicht berühren. Schlägt mich, ist weg, Streichelt mich, ist weg. Kein Bild, kein Bleiben.

Alles, was ich denke geht nicht auf. Ein wenig Stille, ein wenig Beben. Zu kurz der Blick, zu kurz das Sinnen, zu kurz das Leben.


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